Die Lage in Karlsruhe

Politik-Podcast aus dem Gemeinderat

Trog oder Brücke? Bittere Wahrheit zur Südumfahrung Hagsfeld

23.02.2026 12 min

Zusammenfassung & Show Notes

Die Südumfahrung Hagsfeld steht kurz vor dem Baubeschluss, doch die Kosten für die geplante Unterführung ("Troglösung") haben sich auf 132 Millionen Euro fast verdoppelt! Hinzu kommen 3,6 Millionen Euro an laufenden Kosten pro Jahr mit hohen Risiken für die Umwelt und den Betrieb.

In dieser Folge diskutieren Micha Schlittenhardt und Stadtrat Friedemann Kalmbach (FÜR Karlsruhe), warum das Projekt in dieser Form eine finanzielle Falle für künftige Generationen ist. Ihre Forderung: Zurück zur Brückenlösung! Diese ist nicht nur baulich und im Unterhalt deutlich günstiger, sondern bietet auch ökologische Vorteile und einen besseren Lärmschutz. Denn selbst der Trog führt zu einer weiteren Brücke für Fuß- und Radfahrer, mehr Versiegelung und Ressourcenverbrauch.

Was denkt ihr darüber? Trog, Brücke oder gar keine Umfahrung? Schreibt es uns in die Kommentare! 👇

▸ Podcast hören auf

LetsCast: https://fwfuer.letscast.fm
Spotify: https://open.spotify.com/show/68y9qYK...
Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast...
Google Podcasts: https://podcasts.google.com/feed/aHR0...

#karlsruhe #stadtsauberkeit #abfallwirtschaft #mülltrennung #nachhaltigkeit #bürgerbeteiligung #recycling #digitalisierung #umweltschutz #miteinander #tskkarlsruhe #innovation #podcast

Transkript

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Die Lage in Karlsruhe. Hier sitze ich mit unserem Stadtrat Friedemann Kallenbach. Hallo Schlittenhardt! Und heute geht es um die Südumfahrung Hacksfeld, also diese geplante Entlastungsstraße, die jetzt bald zur Abstimmung wieder steht. Also der Baubeschluss. Friedemann, lass uns direkt mal mit den harten Zahlen einsteigen. Der Gemeinderat hat 2020 den Druck Lösung beschlossen. Also eine Art Unterführung unter der Bahnstrecke, die da entlang geht. Man ging von rund 70 Millionen € aus. Jetzt liegt die neue Vorlage für den Baubeschluss auf dem Tisch. Was ist passiert und über welche Summen reden wir heute? Also aktuell bin ich wirklich geschockt. Die neue Summe lautet 132 Millionen. Also Verdopplung. Wir wundern uns eigentlich nicht. Bei anderen Projekten war es ähnlich. Aber 132 Millionen liegt auf dem Tisch und das Schlimme ist eigentlich die 3,6 Millionen pro Jahr an laufenden Kosten. Das ist ein Posten, den können wir als Haushalt, so wie aktuell aussieht, nicht tragen. Das heißt, die Brücke, die der Trog kostet 3,6 Millionen im Jahr. Wenn fertiggestellt ist. Für was denn? Ja, also das ist ganz kompliziert. Wir sind in der Hinsicht wohl gar nicht drin. Und da gibt es Grundwasser, also hydrologisch ganz schwierige Verhältnisse. Man muss praktisch permanent Grundwasser rauspumpen. Das müsste nicht laufen, sonst würde der Druck auf die Wände zu groß. Und das ist statisch ein echtes Problem. Aber es ist nicht schlecht, wenn man da unten das Grundwasser immer weg pumpt. Natürlich, ökologisch ist das eigentlich die Trogvariante, die schlechteste Variante, die man sich vorstellen kann. Okay. Aber jetzt noch mal zurück zu diesen 132 Millionen. Ja, das Land Baden Württemberg zahlt ja über Fördermittel kräftig mit, oder? Oder ist das bei der Druckvariante eher ein Trugschluss? Das Land Baden Württemberg zahlt mit. Das ist richtig, aber es zahlt nur für die wirtschaftlichste Lösung mit. Es bedeutet bezahlt nur an günstigste Lösung und das wäre die Brücke Lösung. Und daran zahlt sie die Hälfte zirka. Das bedeutet alles. Wenn jetzt Trunk Lösung kommt, muss das Meer die Stadt bezahlen. Also wiederum, wenn man sich das leisten kann, gut. Aber ich meine, wir können es uns nicht leisten. Ja, der Haushalt ist ja sehr angeschlagen. Es wurden jetzt gerade erst 50 Millionen zurückgefordert bei der Gewerbesteuer. Bzw. Da stehen verschiedene Rechnungen im Raum. Ja, die Stadt hat einen Einstellungsstopp verhängt. Es kommt noch mal eine neue Runde. Was das überhaupt für die Stadt bedeutet. Wenn man jetzt hochrechnet 3,4 Millionen. Das heißt, wir haben schon auch Folgekosten, die über die Jahre dann auch über die 80 Millionen steigen. Das heißt, wir brauchen eine andere Lösung oder keine Lösung. Wir brauchen eine andere Lösung. Es steht ja schon im Raum, dass auch keine Lösung zustande kommt. Der Gemeinderat stimmte Dienstag wieder frisch darüber ab. Das bedeutet, Es können sich neue Mehrheiten in diese oder jene Richtung entwickeln. Und ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Also auf jeden Fall ist es über 50 Jahre gerechnet sind es über 100 Millionen, die Gelder auflaufen und diese permanente Dauer kosten also exorbitant. Also das sprengt der Haushalt. Und wenn diese Pumpen mal ausfallen, dann steht auch der Trog unter Wasser, dann ist der Tunnel gesperrt. So einfach ist das jetzt, wenn man mal noch mal auf das Für und Wider Druck, Bauwerk und Brücke geht. Du hast ja im Gemeinderat jetzt beantragt, dass man doch auf die Brücke umschwenkt. Die Stadt Karlsruhe hat ja vor Jahren eigentlich gesagt, die Brücke wäre auch das das bessere Modell. Ja, tatsächlich haben wir und auch andere Fraktionen sich für den Druck entschieden, weil man ihn sozusagen in der Landschaft nicht so sieht. Genau. Aber es gibt auch viele Gegenargumente, wenn man sich das noch mal objektiv anschaut. Die gegen den Druck sprechen. Also zum Beispiel Fahrradführung, Überführung. Fußgänger, die sozusagen von Nord nach Süd unterwegs sind. Wie sieht es da aus? Was sind so Argumente? Also die gängigste, wenn man so eine Matrix erstellt und sagt welches sind die Themen? Das ist die wird gesprochen über die Schönheit. Ist eine Brücke schöner oder der Trog? Da gibt es eigentlich schon Argumente, die vom Trog sprechen, weil es vom Landschaftsbild her besser aussieht, keine Frage. Aber man kann eine Brücke zum Beispiel auch recht gut gestalten. Man kann sie pflanzen, kann verschiedene Aspekte berücksichtigen, was man schon angesprochen haben, was ökologisch und natürlich, also ökologisch. Wir haben die für die Tiere, die einfach weiterhin die Fläche kreuzen können, sich frei bewegen können. Das völlig Unterschied zum Trog. Der Trog ist tatsächlich ein Einschnitt und genauso wird der Ort des Mordes dort existiert, tatsächlich gestört und vielleicht sogar zerstört. Es gibt natürlich auch noch die Frage der Wegebeziehung, die gesagt wird, aber das spricht auch alles für die Brückenlösung, weil da können die Menschen von A nach B quer zur Strecke laufen. Und was bei der Prognose nicht möglich wäre, da müsste man zusätzlich Brücken bauen. Genau. Und für mich der größte Schaden. 20 31 kommt Wird die Deutsche Bundesbahn Strecke neu renoviert, wird saniert, neu verlegt und bis dorthin muss die Trogleistung sozusagen fertig sein. Wenn das nicht genau koordiniert wird, dann kann es sein. Das Ganze geht schief. Das heißt volles Risiko, eigentlich hohes Risiko, hohes Zeitrisiko bei einer Brücke. Wir haben relativ frei, man könnte sogar sagen, unser Haushalt ist aktuell so überfordert, dass wir ihn um zwei, drei Jahre schieben. Dass wir bis dorthin die Planung neu aufstellt. Das müssen wir übrigens dazu sagen, diese Planung, das ist ein Verlust von 2 Millionen, ungefähr drin. Das stimmt. 2 Millionen müssen wir uns zusätzlich zu Planungskosten rechnen. Aber diese Planungskosten im Vergleich zu den Gesamtkosten ist ein Minimum von dem, was verloren geht. Und wir sind bei der Brücke auch deutlich günstiger, vor allem, wenn wir sie jetzt auch zeitlich schieben können und nicht unter Zeitdruck stehen. Genau. Also absolut ein Faktor noch, Den muss man Ehrlichkeit halber sagen. Der Bürger, Vereinsvorsitzende der Stadt und der Bürger, Vereinsvorsitzende, Herr von Hatz feld und Gesamtvorsitzender der Herren von der sagt Die lernen die Lärmbelastung viel höher von dem Waldstadion oder andere von der angrenzenden Häuser. Aber gesetzlich wird vorgeschrieben, dass beim Trog keine ist, keine kein Datenschutz vorgeschrieben. Allerdings bei der Brücke ist der vorgeschrieben, und unter dieser Voraussetzung ist sogar die Brücke noch lärmfreundlicher. Also für die Menschen angenehmer als der Druck selber. Deswegen ankommen, weil weniger Schall ankommt. Also die Argumentation ist zwar vielleicht menschlich logisch, aber hält eine klare wissenschaftliche Untersuchung nicht stand. Also der Vorteil deutlich bei der Brücke. Und deswegen wollen wir auch für die Brücke stimmen. Ich muss gestehen, vor zwei 2020 habe ich für die Drucklösung gestimmt. Aber wie gesagt, diese Argumente waren damals bei der Finanzierungslage, da andere Kosten gefällt worden. Jetzt haben wir ja sozusagen die Gemeinderatssitzung bevorsteht und es wird abgestimmt werden. Es können drei Dinge passieren. Einmal, dass das Thema komplett vom Tisch ist. Genau. Was wäre da die Konsequenz auch für Hatzfeld? Ja, die verkehrliche Situation bliebe so wie sie aktuell ist. Klar, es gibt aber Ideen von grüner, von grüner Seite und von anderen Fraktionen, andere verkehrliche Maßnahmen zu ergreifen, um das zu lösen. Es war ja immer so klein, kleinteilig und nie glaubwürdig, dass es wirklich der große Wurf sein wird. Das in entlastet wird. Und wir wollen ja, dass entlastet wird. Das ist ja unser Anliegen. Aber eben nicht mit dem Trog, sondern mit der Brücke. Genau. Der zweite Punkt wäre natürlich die, die das umsetzen auf die Brücke. Gibt es da eventuell Mehrheiten? Ja, das wird ganz spannend. Also es könnte schon sein, dass es mehrheitlich aufgrund von der aktuellen Lage, also so wie das aussieht, können wir uns eigentlich gar nichts leisten. Aber ich meine, wir sollten den Wählern gegenüber berechenbar bleiben. Wir haben uns versprochen, dass wir eine Entlastung kriegen. Und dann müssen wir über die Variante nehmen, die auch tatsächlich verkehr lich, vor allen Dingen finanziell die günstigste ist und ökologisch die günstigste und ökologisch auf jeden Fall genau, zum Beispiel graue Energie. Es gibt für viele, viele, viele kleine Argumente, Die lautet jetzt graue Energie. Das hatten wir jetzt noch nicht. Also ja, wenn dann Stahlbeton vergessen. Deshalb Das bedeutet, dass sehr viel Beton dahinein gegossen wird und ab Werk. Und diese Bedingung ist die graue Energie, also die Energie, um Bildung zu erzeugen, die CO2 Ausstoß und all die Aspekte, die dabei zu beherzigen sind, die das heißt die Brücke wäre Klima günstiger, deutlich, deutlich, genau. Also zumal die kann man aufstellen und die kann das sogar auch sehr leicht wirken. Also die muss gar nicht so schwere Brücke sein, sonst kann sehr durchsichtig sein, durchlässig sein. Also tatsächlich auch gut ins Bild passt. Das heißt als Fazit ist eigentlich die die Brücke dutzende Millionen billiger auch auf den Longhorn sozusagen. Wir haben nicht dieses Pumpenwerk, sondern die normalen Kosten, die so die Pflege genau angehen. Es ist ökologisch besser, es rettet die Wege. Verbindungen, die jetzt schon bestehen und es hat einen Lärmschutz eigentlich am Ende. Was da ein Appell an den Gemeinderat, aber auch an die angrenzenden Stadtteile. Wir müssen das Situation in Karlsruhe finanzieren. Von finanzieller Seite müssen wir Rechnung tragen. Wir können nicht einfach für die Generation später Schulden aufladen. Selbst wenn die Drucklösung besser wäre. Was ich jetzt sehr anzweifle, ist es trotzdem finanziell nicht verantwortbar, wenn unsere Enkel und Urenkel noch davon abzahlen und belastet sein. Deswegen glaube ich, dass das langfristig Generationen gerechter ist, nachhaltiger und wirklich die bessere Lösung. Also ich plädiere sehr dafür, für diese Lösung zu stimmen, dass es vielleicht möglich eine Entlastung bekommt. Vielen Dank. Sehr gerne. Vielen Dank fürs Zuhören und Zuschauen. Sie können sich gern weiter informieren. Die Stadt Karlsruhe hat auch eine Informationsseite zur Südumfahrung Hatzfeld eingerichtet und am kommenden Dienstag ist es soweit. Da soll die Entscheidung fallen. Gehen Sie auf den Gemeinderat zu, auf die Parteien und die Fraktionen, Gruppierungen und sprechen Sie gerne mit uns bis zum nächsten Mal. Tschüss.