Die Lage in Karlsruhe

Politik-Podcast aus dem Gemeinderat

Teilhabe, Konsens & Hoffnung

mit Sonja Döring

05.08.2026 41 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Episode geht’s richtig zur Sache – wir sprechen darüber, wie man eigentlich in die Kommunalpolitik kommt, warum Konsens in kleinen Fraktionen manchmal die Nerven strapaziert und was es heißt, Politik ohne Parteizwang zu machen. Außerdem werfen wir einen Blick auf den Verkehr, Inklusion und Barrierefreiheit, und warum diese Dinge oft aus ganz persönlichen Gründen auf die Tagesordnung kommen.

Die engagierte Stadträtin Sonja Döring (KAL Fraktion) spricht offen über handfeste politische Prozesse, die Rolle von Kompromissen und warum Konsens mehr ist als der kleinste gemeinsame Nenner. Mit sehr persönlichen Einblicken wird das Thema greifbar: Wie kann eine Stadt alle mitnehmen? 

Die Runde mit Stadtrat Friedemann Kalmbach (FÜR Karlsruhe) und Micha Schlittenhardt diskutiert offen darüber, wie schwierig Kompromisse sein können, wie hart Verwaltung und Politik manchmal aneinander geraten und warum ein bisschen Streit im Gemeinderat eigentlich dazugehören sollte. Natürlich gibt’s auch einen Ausblick: Wie sieht Karlsruhe vielleicht im Jahr 2040 aus? Freut euch auf ehrliche Worte, ein paar Anekdoten aus dem Alltag im Rathaus und jede Menge Karlsruher Herzblut!

Transkript

Herzlich willkommen zu einer neuen Lage in Karlsruhe. Heute haben wir Sonja Döring von der KAL Fraktion hier bei uns. Willkommen, Sonja. Schön, dass Du hier bist. Ja, willkommen, sie ist Stadträtin und war früher auch Geschäftsführerin der KAL Kult- und die Partei-Fraktion, je nachdem, wie die Namen waren. Aber wir kommen steigen gleich zu dem Thema auch ein. Wie kamst Du überhaupt in die Kommunalpolitik und was macht ihr, warum lohnt es sich auch, in soner Fraktion zu engagieren, die von 'ner Wählergruppe getragen wird? Also wie bin ich in die Kommunalpolitik gekommen? Ich bin familiär vorbelastet, sagen wir mal so. Ich komme aus 'ner sehr politischen Familie. Also ich hab vor Kurzem festgestellt, es gibt eins meiner ersten Babybilder, da hält mein Vater mich aufm Arm vor einem Europawahl, sagt nicht das Ja dazu, stimmt. Irgendwie also Politik war bei uns schon immer 'n Thema. Meine Mutter selber hat sich dann auch später angefangen politisch zu engagieren, auch bei der Karlsruher Liste, ist dann auch Stadträtin geworden und deshalb hat Politik bei uns zu Hause immer immer eine große Rolle gespielt und bei mir hat das so weit geführt, dass ich dann auch Politikwissenschaft und Geschichte studiert hab, also politische Strukturen, wie werden Entscheidungen gefällt, war einfach 'n Thema, das mich unglaublich interessiert hat. Ich hab tatsächlich auch während meinem Studium gemerkt, also Politikwissenschaft, hier bin ich genau richtig. In Mit welchem Ziel hast Du das gemacht? Ich wollte ursprünglich auf Lehramt studieren, das ging dann meiner Fächerkombination nicht und dann hab ich tatsächlich erst mal ohne konkretes Ziel studiert. Ich hab einfach gemerkt, dieses Thema finde ich einfach oder dieses Fach finde ich so unglaublich interessant, dass es mich richtig gepackt hat. Ich hatte dann kurz auch überlegt, in die Wissenschaft zu gehen. Ich hab auch eine Zeit lang an der Uni gearbeitet und hab dann aber gemerkt, dass das Systemuniversität mir nicht zusagt auch aus unterschiedlichen Gründen und hab dann das Angebot bekommen damals vom damaligen Geschäftsführer der Kulturist. Also ich hatte während meinem Studium auch schon für die für die Geschäftsstelle gearbeitet, so als Studentenjob, der hat mich dann gefragt, ob ich, er wollte in Ruhestand gehen, ob ich Interesse hätte, diese Stelle zu übernehmen und das war tatsächlich auch eine große Ehre für mich, also weil das schon so sehr sein Baby auch war und dass er mir das so in die Hände legt, hat mich sehr gefreut und dann hat es aus vielen Gründen gut gepasst. Ich hatte gerade ein Kind bekommen, mal klar, ich kann aus der Elternzeit rausgehen in den Job, kann hier in Karlsruhe arbeiten, wo ich verwurzelt bin und dann auch noch bei der politischen Gruppierung, bei der ich mich in Karlsruhe zu Hause fühle und über die ich wahnsinnig viel gelernt hab über Politik, über Kommunalpolitik. Kulturist ist ja son bisschen son besonderer Haufen, wir arbeiten ja im Konsensprinzip und das ist Kannst mal erklären, was es bedeutet konkret bei euch? Das bedeutet, dass unsere Positionen oder unsere Entscheidungen immer im Konsens gefällt werden. Also alle müssen irgendwie damit einverstanden sein. Das heißt nicht, dass alle immer alles toll finden, sondern dass niemand, der bei uns aktiv ist, ein wirklich 'n richtiges Problem damit hat. Also ich hab auch schon Entscheidungen mitgetragen, wo ich für mich gesagt hab, ich hätte dir jetzt vielleicht anders gefällt. Aber es ist okay für mich, dass wir so vorgehen, dass wir diese Entscheidung fällen und das ist bei uns der bei uns der Konsens. Das heißt aber auch hart zu diskutieren, oft auch über mehrere Schleifen hinweg. Manchmal muss man Thema auch einfach mal ruhen lassen und sagen, okay, das ist was, wo wir jetzt keinen Konsens finden. Wir können grade keine Entscheidung fällen. Die die Positionen sind bei uns so diametral, Mhm. Dass wir eben die keinen Weg zueinander finden. Also 'n kurzer Ausflug in unsere in unserer Gemeinderatspolitik. Ja. Da gibt's ja auch das Konsenseprinzip. Zumindest haben wir's einmal gemacht in einer Konsense Veranstaltung. Und da haben wir tatsächlich 'n Konsens gefunden, Stück weit der Straße damals und es war auch sehr, sehr gut. Ja. Hätte das geeignet für die Stadtprozesse, für solche gemein Gemeinderatsprozesse auf Konsenseprinzip zu arbeiten? Ich glaub, dass das auch schwierig ist. Also je größer eine Gruppe wird, eine je größer eine Einheit wird, die die eine Einigung finden muss, desto schwieriger wird's ja auch Konsens zu finden, weil 'n Konsens verlangt einem auch schon was ab. Also ich sag auch immer, man muss schon auch leidensfähig sein für dieses Prinzip, weil man eben auch Dinge mittragen muss, von denen man nicht 100 Prozent überzeugt ist oder wo man denkt, eigentlich wäre die Idee, die ich habe oder die Vorstellung, der bessere Weg, aber da muss man sich auch mal zurücknehmen können und sagen okay, aber für das große Ganze ist das okay. Mhm. So, weil sonst findet man keine Lösung. Dann mein mir das Ziel ist ja, weiterzukommen und eine möglichst gute gute Lösung zu finden. Das braucht auch eine gewisse Reife für den Leuten. Das auch und oder ja, also wie gesagt, ich sag mal, das Thema ist wirklich auch eine gewisse Leidensfähigkeit. Man muss da sich, ja, auch auch ertragen, dass andere auch auch mal hart gegen einen sein können und dass man trotzdem am Ende zusammenfinden muss. Weil man das große Ganze sieht. Ja. So, also bisschen dieser plakative Spruch, Demokratie lebt vom Kompromiss. Ja, und ich ich finde auch, dass 'n Kompromiss nix Schlimmes ist. Also das ist das ist nicht immer der kleinste gemeinsame Nenner, sondern das ist der Versuch, aus all den Positionen und Sichtweisen was was Gutes zu schaffen und was was was einen weiterbringt. Und Und ein bisschen Demokratie wird da oft abgestimmt und die Mehrheit kriegt ihren Willen und die die die Minderheit muss irgendwie das verkraften. Genau. Und ist bei euch ein bisschen anders. Also ihr geht länger den Weg, bis so durch eine versöhnlich der der Prozess abgeschlossen ist. Aber wir scheitern auch. Also es gibt manchmal werden ja einfach der Fraktion zum Beispiel Entscheidungen aufgezwungen. Wir haben halt ein Datum in einer Gemeinderatssitzung, da müssen wir als Fraktion dann abstimmen. Und vielleicht haben wir aber im im im Plenum, das ist unsere unsere große Arbeitsgruppe sozusagen, keine Entscheidung oder keinen Konsens gefundenes dahin. Und dann heißt es aber nicht, dass wir zum Beispiel uns enthalten müssen. Also wir dürfen als Fraktion dann schon auch eine Entscheidung treffen. Mhm. Habt ihr dann 'n Fraktionszwang oder ist dann jeder frei? Wir haben wir sind auch in der Fraktion frei. Wir haben grundsätzlich keinen Fraktionszwang. Wir versuchen natürlich schon eine gemeinsame Position zu haben. Wir haben das oft auch von selber, wir kennen, also wir kennen unseren Laden, wir kennen uns, wir machen das ja nicht seit gestern zusammen, aber nee, wir haben keinen Fraktionszwang, es kommt auch immer mal wieder vor, dass jemand anders abstattet und das ist dann auch völlig okay und wir haben aber auch schon so abgestimmt, dass es einzelne Mitglieder bei uns gab, die gesagt haben, okay, das war jetzt, das war jetzt tatsächlich so falsch für mich, dass sie entschieden haben, meine Pause bei uns zu machen oder uns sogar zu verlassen. Mhm. Und auch damit muss man klarkommen. Das ja. Jetzt hast Du viel von Kompromiss geredet, der sitzt im Gemeinderat ganz links. Würdet ihr euch auch dort verorten politisch oder sagt ihr, dieses links rechts mitte Spiel ist Banane? Wie würdet ihr euch da beschreiben oder was würdest Du sagen, wo wo würdest Du dich verorten? Ja. Wir saßen auch schon ganz rechts. Wann war des? Das war tatsächlich zu Zeiten der Kultfraktion zum Beispiel auch ganz früher war jetzt noch also vor der Kulfraktion als noch Karlsruheliste-Fraktion war, da saßen wir glaub ich auch ganz recht und dann kam die AFD in den Gemeinderat und dann sollten wir neben die gesetzt werden und da war auch völlig klar, das machen wir nicht. Also das da fühlen wir uns nicht richtig und dann haben wir uns halt nach ganz gesagt, dann gehen wir nach ganz links, obwohl wir politisch nicht ganz links sind. Also ich, wenn man versucht, uns dieses Spekten reinzuschieben, dann würde ich sagen, wir sind so Mitte links, Wir machen ja, sind ja schon auf unterschiedlichen Seiten auch unterwegs, aber so vom, ich sag mal so, vom Spielfeldrand kann man son Spiel manchmal ganz gut beobachten. Und hat man da andere Perspektiven vielleicht auch, wie wenn man so mitten im Geschehen sitzt. Ist der Vorteil der Kleinfraktion? Ja, wir fühlen uns da ganz wohl. Das ist das ist okay. Ist ja interessant, das stimmte man mal erstaunlich anders ab, als ich das erwartet hätte. Zum Beispiel der Lüppo, das fertig so, wenn's aufs Auto geht, wieder ganz bei der CDU und bei der rechten Seite mitzustimmen. Bei anderer Sache seid er wieder sehr stark kalkulierbar, würd ich sagen, links. Also das ist immer, aber es ist trotzdem alles drin. So ist das jetzt kommunalpolitische, dass er sagt, ihr seid keine größere Partei verantwortlich, der nur Parteilinie halten müsste. Ja. Ist auch die Freiheit, die man als Kleine hat. Total, auf jeden Fall bin ich auch sehr dankbar für. Wir haben keine keine Landes, keine bundespolitischen Vorgaben. Für uns ist, wir haben ja das Ziel, das Beste für Karlsruhe mit zu entscheiden oder mit zu gestalten, mitzutragen. Und da sind wir, da fühlen wir uns nicht gebunden an eine Seite des Hauses, wenn wir halt das Gefühl haben, unsere Stimmen bringen dann sozusagen eine Mehrheit jetzt mit der CDU und der FDP oder und was, dann fehlt ja immer noch 'n bisschen was, dann ist das für uns auch mal okay oder oder dann eben keine Mehrheit auf der linken Seite zu haben, weil wir der Meinung sind, nee, aber diese das ist keine Entscheidung, die wir so treffen wollen. Für uns ist sie ist die Sache wichtig und nicht, ob ich mich jetzt, wo ich mich grade politisch positioniere. Und wir haben auch innerhalb der Karlsrulliste, also Thema Auto ist 'n ganz klassisches Auto, Eben da haben wir ganz diametral Geschichten. Also wir haben die Hardcore Radfahrer Verfechter, wir haben eine ganz starke zu Fuß gehenden Fraktionen, die sagen, also es ist auch Teil unseres Wahlprogramms, Verkehrspolitik muss von den Schwächsten letztendlich ausgedacht werden, also von den zu Fuß Gehenden und das die müssen eigentlich im Zentrum von von Verkehrsplan stehen. Ist das deine Meinung? Das ist tatsächlich auch meine Meinung. Also ich denk, dass wir müssen letztendlich immer vom vom schwächsten Verkehrsteilnehmer ausgehen. Das sind in der Regel zu Fuß gehende, insbesondere auch auch Kinder und ältere Menschen. Wenn wir für die einen sicheren Verkehrsraum haben, haben wir eigentlich auch für alle anderen Teilnehmenden einen sicheren Verkehrsraum. Aber auch das bedeutet, dass alle alle sich 'n Stück zurücknehmen müssen. Also auch da muss man wieder gucken, dass man gemeinsam im Wege geht. Was nicht heißt, dass es Teile geben kann, wo wir sagen, okay, wenn wir hier zum Beispiel 'n Autoverkehr schnell durchleiten, dann haben wir in den anderen Bereichen halt nicht und dann haben wir vielleicht da keine Suchverkehre oder so was und auch da heißt es eben immer, sich die Sache anzugucken. Genau, also und oder wenn wir hatten ja das Thema in der in der Kriegsstraße mit der Umgestaltung, total schöne Idee eigentlich die die Kriegsstraße Wester so umzugestalten mit diesen Fahrradstreifen und das alles 'n bisschen lockerer und schöner zu machen, aber man darf eben nicht vergessen, dass da auch ganz viele Menschen wohnen, die sowieso schon einen einen sehr begrenzten Parkraum haben und da kann man die berechtigte Diskussion führen, hat man bei meinem Auto, hat das Anrecht aufn kostenlosen Parkplatz vor der vor der Haustür, das ist öffentlicher Raum, Auto nimmt wahnsinnig viel Platz in diesem öffentlichen Raum, vor allem ein stehendes Auto, aber wir dürfen halt die Menschen nicht vergessen lösen, die irgendwie mitnehmen und dann müssen wir nach Lösungen und nach Kompromissen suchen, wie man das gut hinkriegt. Man wird nie alle zufriedenstellen und jeder muss irgendwie Abstriche machen, aber vor allem muss man das in der Kommunikation machen. Und ich glaub, das ist zum Beispiel 'n Beispiel, da ist das schiefgelaufen. Da ist die Kommunikation auch einmal im Notar schiefgelaufen, ne. Jetzt hattest Du grad gesagt, Verkehr vom schwächsten Denken und sozusagen die die Themen, die ersetzt, da tut ihr euch ja immer sehr positiv hervor im Thema Inklusion und Barrierefreiheit, weil dir das besonders am Herzen liegt. Willst Du uns da bisschen mit reinnehmen? Weil ihr habt da immer wieder Akzente gesetzt und seid, ich sag mal, die Fraktion oder die Wählergruppe in Karlsruhe, wo man sagt, da denkt man direkt an an Inklusion und Barrierefreiheit, weil ihr das Thema oft setzt und da ja auch wirklich auch im Stadtraum Punkte gesetzt habt. Das hat ganz klar einfach auch mit meiner persönlichen Geschichte zu tun. Ich bin Mutter von 3 Kindern, meine 2. Tochter hat unter der Geburt 'n schweren Sauerstoffmangel erlitten, hat schwerste Hirnschäden, ist also 'n schwer mehrfach behindertes Kind und ob man will oder nicht, dann wird man zwangsläufig mit dem Thema konfrontiert und dann kommt sicherlich dazu, dass wir in der Karlsruher Liste auch schon immer 'n starkes sozialpolitisches Profil hatten. Wir haben schon ganz früh im, es gab 'n Y-Plaka von uns, das hieß, keiner darf durch den Rost fallen. Also so das ist mir Kamt für deine Mutter ja auch schon? Das kam von meiner Mutter ja auch schon, genau, ja. Die hat ja für viel Sozialpolitik in der Karlsruher. Na ja, die hat ja für viel Sozialpolitik in der Karlsruher. Na ja, die hat ja auch schon, ja. Und deshalb hat sich das dann auch so ergeben. Also natürlich bin ich mit dem Thema noch mal stärker reingekommen. Das ist ja dann auch so, man hat dann 'n behindertes Kind und plötzlich bewegt man sich in Szenen, mit denen hat man halt vorher nix zu tun gehabt oder oder nicht so viel, da das hat man nur am Rand berührt und man ist sehr unmittelbar betroffen und hat andere Erlebniswelten und 'n anderen Austausch und ich bin dann auch sehr intensiv in den Austausch gekommen, natürlich mit mit anderen Familien, mit anderen Personen, für die das Thema auch groß ist, weil sie einfach davon betroffen sind und letztendlich muss man auch sagen, jeder von uns wird vermutlich in seinem Leben in irgendeiner Weise mal Erfahrung mit dem Thema machen und wenn es nur ist, dass ich irgendwann das Alter erreiche, indem ich zum Beispiel mitm Rollator unterwegs bin. Behinderung, die meisten Behinderungen sind wer der Lebenszeit erworben, also sind nicht irgendwie genetisch bedingt oder von Geburt an da, sondern die meisten Behinderungen wirbt man sich während seiner Lebenszeit. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es jeden von uns hier mal trifft, ist gar nicht gering. Und ich denke, das ist was, was eigentlich noch viel zu wenigen Menschen bewusst ist Und dass Inklusion ja, was bedeutet, dass wir eben alle Menschen versuchen in in die oder die Möglichkeit geben, an der Gesellschaft teilzuhaben auf Augenhöhe. Und da und Menschen sind ganz unterschiedlich und nehmen Menschen mit Behinderungen nehmen sich da nicht aus. Die sind genauso unterschiedlich in in dem, was sie sich wünschen, was sie an Bedarfen und Bedürfnissen haben wie jeder von uns. Und die Sichtbarkeit ist aber, denke ich, 'n ganz großes Thema. Die ist so, die wird besser. Mhm. Ist aber viel, also jetzt als ich als ich jung war, als ich Kind war, bin ich, außer weil meine Eltern halt in 'nem sozialen und kirchlichen Umfeld gearbeitet haben, aber sehr wenig mit Menschen mit Behinderung in in Berührung gekommen. Also ist es, ich hab gestern saß ich auf oben mit der Karls Kantine, hab runter geguckt und hab eine junge Frau im E-Rolli über die über die Kaiserstraße fahren und hab so gedacht, sowas haben wir früher nicht gesehen, vielleicht auch einfach deshalb, weil es die technische Möglichkeit zum Beispiel nicht gab. Als ich Kind war, gab's halt auch keine E-Rollis und das heißt, Menschen, die jetzt heute sich mit sonem E-Rolli ganz toll einfach selbstständig im Stadtbild bewegen können, haben damals auch diese Möglichkeiten so nicht gehabt. Aber es ist auch, ich denke, dass es auch bei den bei den betroffenen Gruppen immer deutlicher wird, wir müssen sichtbar sein und wir müssen rausgehen und jede Familie, die ein Familienmitglied mit Behinderung hat, in welcher Form auch immer, hat genauso das Recht, Teil des Stadtbildes zu sein und und rauszugehen und gesehen zu werden und und und wir können da alle nur von von profitieren und aber es gibt enorme Hürden, die wir noch haben, wenn wir an das Thema Toilette für alle denken zum Beispiel, also eine nicht nur eine Rollytoilette, sondern eine Toilette, in der ich zum Beispiel einen erwachsenen Menschen wickeln kann. Also meine Tochter wird jetzt 13, die ist, obwohl sie im Wachstum sicherlich 'n bisschen hinterher ist, aber die ist schon auch inzwischen groß. Meine Tochter ist darauf angewiesen, gewickelt zu werden, wenn ich mit der in der Stadt unterwegs bin und sie wickeln muss, dann muss ich sie letztendlich irgendwo aufn Boden legen oder ich muss, wenn ich's Auto dabei hab, nimm den Kofferraum, wie oft ich das geht im Kofferraum gewickelt hab, auf 'ner Parkbank, ja und das ist aber, das ist jetzt kein kein kleines Kind mehr, das ist eine dreizehnjährige junge Frau. Ich möchte die nicht in der Öffentlichkeit wickeln und das heißt, ich hab entweder die Möglichkeit zu sagen, okay, halte durch, ne, oder wir fahren jetzt direkt zurück, weil ich, weil halt die Windel ausgelaufen ist und das Kind sich ja auch ganz offensichtlich unwohl fühlt oder auch das ist uns auch immer wieder als Familie passiert, dass wir überlegt haben, dann machen wir das nicht. So, weil die weil die also wir haben als unsere Tochter noch gelebt inzwischen nicht mehr bei uns zu Hause, sondern in 'nem Wohnheim, aber als sie bei uns zu Hause gewohnt hat, haben wir ganz oft als waren wir als Familie getrennt unterwegs. 1 war mit den 2 nichtbehinderten Kindern unterwegs und konnte Ausflüge machen oder hat irgendwelche Aktivitäten Freunde besucht oder oder irgendwelche Feste oder so was, der andere ist mit dem anderen Kind zu Hause geblieben, weil das alles drumherum nicht gepasst hat. Also weil einfach die Sorge, dass wir dann plötzlich dasitzen und sie ist in 'ner Situation, wo sie einfach 'n Anteil an Körperpflege braucht, den wir ihr dort nicht geben können und dann ist es für keinen mehr 'n Spaß. Irgendwie. Und das sind Dinge, die, kann ich auch verstehen, die sieht man nicht, die nimmt man nicht wahr, wenn man nicht betroffen ist. Genau. Ist ja häufig so, ne. Das eigene Engagement kommt außer eigene Betroffenheit. Ist ja oft für viele gegangen. Das ist eine 1 Einladung an die ganze Stadtbevölkerung. Ja. Das zu geben, was man noch für andere auch geben kann, ne. Nicht nur für sich selber. Da ist viel drin. Ich wollt aber nur 'n Punkt ansprechen. Und zwar, was ich immer will beim Lüppo Bewundern, ist ist der alter Fuchs. Mhm. Also er kann die richtigen Themen setzen. Also so Themen, die die BNN berichtet ja gern davon von ihm, das hat er irgendwie hat er Händchen dafür. Also Bauprojekte, irgendwas Historisches oder was weiß ich, so oder Tonleitbahn, da waren wir ganz bei euch. Aber er kann das so setzen, so Themen setzen, wie wie sie's wie gelingt das dir selber? Wozu sagen, ist der der Lüppo die Nase der der Kerl oder also der die Dinge riecht? Der also der der hat ein unglaubliches politisches Gespür. Das ist ja natürlich auch eine unglaubliche politische Erfahrung, das muss man muss man auch sagen. Mhm. Aber der Lippo ist 'n politisches Tier. Ich glaube, so muss man das einfach sagen. Der ist auch mit jeder Faser ist der ist er politisch und ist ja vor allem für Karlsruhe politisch. Also ihm ist es ja ein 1 unglaubliches Anliegen, diese diese Stadt positiv zu gestalten und für die Zukunft positiv zu gestalten, sowohl Dinge zu erhalten, wie auch wie auch Neues zu machen und da sone sone Balance zu finden und er hat 'n unglaublichen Riecher für Menschen und was was sich Menschen wünschen oder wo oder auch Ängste und der von ihm ist es auch 'n riesen Anliegen, die nicht und vor allem nicht dem rechten Rand zu überlassen, weil das also das ist das ist was, was uns 'n ganz großes an, wir sind unglaublich überzeugte Demokraten und jede Gefährdung dieser Demokratie, das die trifft uns ins Mark und und das heißt aber, dass wir wir wir sehen, dass Menschen Ängste haben, dass sie Probleme haben, dass auch, das da geht's gar nicht drum, ob das ob das realistisch ist, ob das sich mit Zahlen jetzt tatsächlich belegen lässt oder so was. Die Menschen haben diese Sorgen und die muss man ernst nehmen und dann müssen wir damit umgehen und wir können die nicht einfach negieren und wegwischen und sagen, aber die Zahlen geben das gar nicht her oder so was, dann müssen wir Wege finden, die Menschen mitzunehmen und nicht irgendwie an populistische Ränder zu verlieren Und die und und wir leben in 'ner komplexen Zeit. Und wir haben, ich mein, wir haben Gemeinderatsvorlagen, die stellen uns schon auch vor Herausforderungen, das zu durchsteigen. Und ich denke, wir sind wir sind eine unglaublich gut informierte Blase, aber wir können nicht annähernd erwarten, dass die Menschen in dieser Stadt diese gleiche Informiertheit haben. Das heißt, ich find, das ist eine ganz große Aufgabe von uns, das zu übersetzen und immer wieder ins Gespräch zu gehen und deutlich zu machen und ich mein, das wirst Du genauso erleben, wenn Du mit den Menschen ins Gespräch gehst und erklärst, was was steht denn dahinter und was sind die was sind die Bedingungen und wo können wir auch Dinge verändern oder entscheiden und wo nicht? Und das ist ja 'n ganz großer Teil, wo wir das als Kommunalpolitik nicht können. Mhm. Oder in welchen Zwängen stehen wir? Also was was die was den Haushalt angeht oder so, ne? Dann fangen die Menschen an zu verstehen. Ja. Ja. Hab gestern mit jemandem diskutiert über das Rheinstandbein, ne. Das das ist ja ein, so viele Leute im Herzen wirklich, im Herzen, wie sie, da haben sie Erfahrungen gemacht als Kind und das versteh ich total. Ja. Und dass wir nicht einfach nur alle Bäder so weiterlaufen lassen können wie bisher, das ist auch klar. Und das müssen wir den Leuten erklären, die verstehen das nicht, warum grad mein Bad und warum das Bad und warum nicht dieses. Wir müssen unpopuläre Entscheidungen treffen irgendwie, ne. Das haben wir ja auch schon getan. Ja, also das das war ja auch 'n Grund, warum wir damals diesen Podcast angefangen haben. Da hatten wir uns mit dem Hauptamt abgestimmt und haben gesagt, wir wollen gern eigentlich 'n Informationsformat schaffen, wo wir einfach mal frei drüber reden. Und möglichst einfach mal Freiheit. Klar haben wir unsere Meinung, die bringen wir auch mit ein, aber als Format, zu sehen, was passiert da eigentlich. Weil oft sind's ja auch die Aha Momente, die wir selber in der Arbeit hatten, wenn wir mit 'ner Amtsleitung reden und wir denken, ah, oh, okay, daran liegt das. Ja, dann macht das Sinn. Dann kann man da auch mitfühlen und davor wart man eher, keine Ahnung, dagegen geschossen oder gesagt, warum, ist doch ganz einfach, mach doch mal so und so. Und wenn man dann diese Hintergrundgespräche hat, die die man ja normalerweise, wenn man nicht in der Position ist, nicht hat und dann merkt, oh krass, das hängt da noch dran, das hängt da noch dran, die Regularien, da hängen da noch dran. Darum passiert das so und so und so, wo wo man dann denkt, hätte man das gewusst oder hätte ich das als Bürger gewusst, dann hätte ich auch früher ganz anders reagiert. Oder oder dann könnte man auf, ich glaub, den Menschen mehr mitnehmen, weil man sagt, das ist es ist leider so, wir wir müssen jetzt, also das Geld ist nicht mehr da. Ich denk Und da müssen irgendwie gemeinsam Lösungen finden. Ich denk aber auch unsere Aufgabe ist es auch, wir dürfen ja auch nicht verwaltungshörig werden. Also wir machen ja Politik, wir machen ja keinen Verwaltungshandel und die haben ihre Sichtweisen und die haben ihre völlig berechtigten Positionen und ich denke, es ist aber auch unsere Aufgabe zu sagen, ja, aber am am Ende machen wir's für die Menschen, die hier in dieser Stadt leben. Mhm. Und da haben wir letztendlich, das haben Verwaltung und Politik ja das gleiche Ziel. Wir wollen 'n 'n 'n Karlsruher, das gut aufgestellt ist, in dem Menschen gerne leben. Ja. Jetzt haben wir vielleicht manchmal Vorstellungen davon, auf welchem Weg wir das machen und welches Ziel da oder welches Ergebnis da am Ende wie rauskommt. Und ich denk, das ist die Aufgabe auch des Gemeinderates eben, diese diese Verbindung zu schaffen. Also ja, wir kriegen Verwaltungsvorgaben und wir haben da andere Einblicke, aber ich denke, ist auch immer wieder unsere Aufgabe Richtung Verwaltung zu sagen, ja, aber dann nehmen wir die Menschen nicht mit. Mhm. Und für die machen wir's am Ende. Das heißt, liebe Verwaltung, wir müssen irgendwie 'n Weg finden, wie das vielleicht anders funktionieren kann. Wir haben jetzt Rappenwörth dieses Jahr haben wir eine Dösung gefunden. Wir müssen für die nächsten, wir müssen für die nächsten Jahre eine, weil eigentlich haben wir alle dasselbe Ziel, wir wollen dieses Bad nicht schließen. Genau. Das ist ja nun. Und das vom Bäder Chef über den Förderverein bis zu den Personen, die da hingehen oder auch jemand, der einfach nur sagt, ja, das ist 'n tolles Bad, selbst werd ich da gar nicht hingehen, haben wir alle irgendwie den Wunsch, dieses Bad nicht zu schließen und natürlich wollen wir deshalb auch nicht rüber dafür schließen oder Dullachst. Und also dürfen wir nicht nachlassen, meiner meiner Meinung nach, gemeinsam nach 'ner Lösung zu suchen. Das kann sein, dass wir scheitern, weil weil die Dinge halt, wie sie sind sind, weil wir in unseren kommunalen Finanzen alleingelassen werden von Bund und Land und vielleicht keine Lösung in der Zeit finden, die uns zur Verfügung steht. Müsste man den Gemeinderat mehr so als Thinktank verstehen? Auch wenn man's jetzt nicht so, es ist ja alles mit Gremienarbeit verbunden und das ist vielleicht nicht das richtige Format fürn Thinktank, aber eigentlich ist doch die Aufgabe, kreative und gute Lösungen zu finden als Gemeinderat. Also einig im Sinne eines Thinktanks. Ja, ich glaub, das ist 'n bisschen die Aufgabe auch der einzelnen Gruppierungen, diese Ideen einzubringen. Dann müssen wir sie im Gemeinderat miteinander verhandeln und natürlich ist dann auch Aufgabe der Verwaltung zu gucken, gibt's Wege, wie das machbar ist? Und und ich mein, da stoßen auch wir immer wieder an unsere Grenzen, wir haben tolle Ideen und dann kriegen wir Gesetz so und so vorgehalten und Verordnung weiß der Teufel, was funktioniert nicht so wie gedacht irgendwie. Aber das heißt ja nicht, dass es gar nicht funktioniert, dann müssen wir vielleicht über 'n anderen anderen Weg da hingehen. Also es gibt ja im Grunde genommen 2 Möglichkeiten. Entweder wir als Gemeinderat sozusagen, jetzt hat mal 1 gesagt, deswegen sag ich's auch jetzt so, treiben denn die Verwaltung vor uns her oder da für die Verwaltung treibt uns vor sich her? Also wer wer bestimmt eigentlich eigentlich ist der Gemeinderat bestimmt dazu, die Vorgaben zu machen, dass die Verwaltung sie umsetzt. Aber jetzt hat die Verwaltung eigene, oft den eigenen politischer Willen, die ist geradezu neutral, sondern die hat 'n eigenen politischer Willen und versucht den uns aufzuzwingen. Also es braucht schon immer, will ich sagen, vom vom Gemeinderat ein sehr großes hohes Bewusstsein, welche Kraft wir eigentlich haben, wenn wir uns 1 machen. Aber wenn wir uns auseinanderdividieren lassen, immer wenig Macht. So, ich glaub, wir wir wir sind da schon einmal zu passiv oder lassen zu viel mit uns machen. Ich will, ich als Typ versuche immer eher zu verstehen, was was meinen Sie und Mhm. Bin auch will ich. Mhm. Und manchmal im Nachhinein denk ich, was haben Sie, was war das jetzt wieder so? Ja. Also zum Beispiel beim bei der Mühlabfuhr haben Sie uns damals gesagt, das geht rechtlich überhaupt nicht und haben mitgekriegt, im im Landkreis geht's ja doch. Ja, was haben die uns jetzt gesagt? Was stimmt jetzt? Also da haben wir zu klein so schnell nachgegeben, also son bisschen widerständig. Also wir sehen das ja immer wieder an an an Entscheidungen, die wir dann anders treffen, als es die Verwaltung vorgeschlagen hat und erst alle die die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sagen und das geht nicht und dann geht es trotzdem. Ich denke, wir müssen auch 'n Blick haben, was passiert dann hinten dran an Dingen, wo wir dann plötzlich da stehen und denken, das wollten wir jetzt aber auch nicht. Aber der Gemeinderat hat eine unglaubliche Macht in dem Sinn. Also am Ende ist ein Gemeinderatsbeschluss, außer er spricht jetzt gegen rechtliche Vorgaben oder so, ist ist der die Vorgaben Ja, ist jetzt des Monatshandel. Und ich mein, wir merken auch immer wieder, wir müssen auch schon auch immer mal wieder nachgucken, ne. Wir haben einen Beschluss gefasst, dann müssen wir aber nachfragen, was passiert denn da jetzt und läuft das so und sitzen Sie's vielleicht auch aus? Ja. Und das gar nicht aus böser Absicht. Das möcht ich niemandem da drüben, also da drüben sag ich jetzt, weil das Rathaus neben Arzt in der Verwaltung unterstellen, sondern weil die natürlich auch eine unglaubliche Aufgaben dicht haben. Mhm. Und das kennen wir alle, da vergisst man schon auch gern mal was irgendwie, wenn man einfach grade voll ist mit mit Aufgaben, also deshalb ich neige nicht dazu, Verwaltung Bösartigkeit zu unterstellen oder zu sagen, das ist eine ist eine Absicht dahinter oder so was, Aber auch das ist eine Aufgabe von uns, immer mal wieder nachzuholen. Aber auch da brauchen wir letztendlich auch gemeint, wir sind schon ganz lang am Thema Beschlusskontrolle dran, dass wir System kriegen, wo wir das einsehen können. Wir haben also 'n Beschluss gefasst, wie ist der denn in der Bearbeitung und so was. Ist sich ewiges Thema schwierig, ich kann auf mir kann mir auch vorstellen, dass das immer wieder schwierig ist, ne, wie wir immer denn eben mit 'nem grünen Häkchen dann vielleicht darstellen, an welcher Position man grade ist oder so, aber auch das der wir haben ja das Instrument der der Anfrage. Wir haben die Möglichkeit, Briefe zu schreiben, nachzufragen. Mhm. Und das nutzen wir ja auch alle. Müsste sich der Gemeinderat auch manchmal bisschen mehr zusammenraufen im Sinne von sich 1 zu machen und nicht auf Wahltaktik zu gehen und sagen, wir die Idee ist gut, aber wir stimmen bei euch nicht mit, dafür machen wir noch mal was was Eigenes. Manchmal versteht man das auch, weil klar, es geht ja dann am Schluss auch darum, sich zu profilieren als Fraktion oder als Einzelstadtrat oder wie auch immer, aber braucht's nicht manchmal grad jetzt in so Zeiten, die komplex sind, wo es ganz viel ums Geld geht, die Finanzen der Stadtverwaltung zu sein. Jetzt müssten wir uns als Haus der Fraktion mehr zusammentun und zusammenraufen, irgendwie diese FING Tank Lösung vielleicht zu schaffen. Ich denke, dass sich dieser Gemeinderat unglaublich zusammenrauft. Mhm. Wir haben also auch wenn ich mal so höre, wie läuft es denn in anderen Städten oder so, wir haben einen unglaublich gutes kollegiales Miteinander. Da ist immer die Bereitschaft, da miteinander zu reden, gemeinsam gemeinsame Lösungen zu ringen und auf der anderen Seite finde ich's auch gut und richtig und für eine Demokratie wichtig, dass es unterschiedliche Positionen gibt und dass die auch zum Tragen kommen. Wenn wir alles in einem Brei sozusagen in einem Konsens immer, den den wir, der wo nicht sich ersichtlich ist, was da für für Konfliktlinien dahinterstehen, die es bei uns gibt, für unterschiedliche Ansichten und und an Erfahrungshorizonte ja auch, dann würden wir uns was nehmen. Tja, ja. Dann würden wir uns ganz viel Vielfalt nehmen. Und und ich find's auch aus demokratischer Sicht total wichtig, dass das auch sichtbar ist und dass ich mich auch vielleicht in 1 Entscheidung wohler fühle als inner anderen, weil ich eine politische Überzeugung dahinter hab und und 'n, ja, auch 'n Wertekonstrukt damit dahinter hab und das ist eben 'n Aushandlungsprozess und der muss auch öffentlich stattfinden, das muss nachvollziehbar sein und wir haben manchmal sehr knappe Mehrheiten und das ist für manche Themen würden wir uns wünschen, dass es konsensu aller läuft, weil das natürlich auch oft, ja, dann im Nachhinein zu Konflikten und Problemen führt, aber ich denke auch, dass das trotzdem wichtig ist, dass es wichtig ist, dass dass erkennbar ist, auch im Gemeinderat erkennbar ist, dass unsere Gesellschaft divers ist und dass dieses Gremium das auch abbildet und deshalb halte ich auch ich streiten für was Gutes. Wenn man respektvoll miteinander streitet und seine seine seine Positionen austauscht, dann finde ich das was unglaublich Gutes und das erlebe ich aber in diesem Gemeinderat, dass da dass das im Grunde alles sehr respektvoll ist, sehr kollegial. Man man muss, wir müssen uns nicht alle lieb haben, aber wir wir gehen respektvoll miteinander. Ja, absolut. Kurze Frage, Du hast gesagt, 'n Wertekonzept Konstrukt ist da dahinter. Und Und könntest Du sagen, was die ersten 3 Werte von der von der kalt sind? Oder von dir. Von dir. Was schwierig, das jetzt grade in 'n Schlagwort zu fassen. Ich glaub, das Toleranz. Doch Toleranz ist, glaub ich, 'n ganz großer, großer Wert. Bei uns ist Anerkennen von Andersartigkeit und von anderen von anderem Denken, dass das dass das alles seinen Platz hat Mhm. Und seine seine Berechtigung. Wir haben Grenzen unserer Toleranz, Mhm. Kurz klar. Die die liegen bei da, wo's anfängt, menschenfeindlich zu werden, Menschen auszugrenzen. Mhm. Inklusivität ist sicherlich 'n ganz großer Bild. Wir möchten, dass alle Menschen an unserer Gesellschaft, an unserer Stadtgesellschaft teilhaben können, ihren Platz dort finden, ihre Sichtbarkeit haben. Ja, und Demokratie. Mhm. Und dazu dazu gehört das Streiten, wie das Lösungen ist. Okay. Das ist jetzt relativ weit fortgeschritten, glaube ich, eine Zeit, aber das Letzte doch doch, was mich brennend interessiert. Also Ihr Programm hat vor vor, ich glaub, vorletzten Haushalt gesagt, Katerisch reich, uns geht's gut. Ich weiß nicht genau so sinngemäß. Und ihr tendiert erst immer, zumindest verhält es zu mir, eher sozusagen, das Geld ist schon da so, das Geld ist da. Seht ihr das tatsächlich so, dass dass Karlsruhe Spielräume hat für diese Investitionen, die manchmal von euch auch vorgeschlagen werden? Wir sehen unsere Aufgabe nicht in erster Linie da drin zu sagen, wo wo müssen wir einsparen? Wir haben eine politische Idee. Und wir haben eine Idee, wie Karlsruhe aussehen soll und was wir dafür vielleicht für Investitionen brauchen. Und unsere, wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Idee einzubringen. Aber nicht mit 'nem fertigen Konzept, wie wir's machen, wie wir's finanzieren. Das ist nicht unsere Aufgabe, das ist dann Aufgabe der Verwaltung und das kann dann sein, dass uns die Verwaltung sagt, funktioniert nicht und dann müssen wir das je nachdem auch anerkennen und sagen, okay, und dann machen wir aber vielleicht 'n kleinen Teil davon oder wir gehen einen anderen Weg oder oder so. Aber erst mal haben wir eine Idee und eine Überzeugung. Und das zum Beispiel im Bereich Kultur, ja, also wir sind ja für uns ist ist klar im Bereich Kultur und auch im Bereich Soziales, da können wir uns diese harten Einschnitte nicht leisten und das aus der Überzeugung heraus, dass diese 2 Bereiche grundlegend für unser demokratisches gesellschaftliches Funktionieren sind. Bei Ja, die Frage ist, siehst Du die Gefahr nicht auch, dass wenn wir so weitermachen wie jetzt und wenn vielleicht noch 'n paar Schwierigkeiten dazukommt, dass plötzlich das Regierungspräsidium sagt, okay, jetzt übernehmen wir, jetzt ist halt, sagen wir für euch, was Kultur bedeutet und was Soziales bedeutet, die freiwillige Leistungen sind weg. Ja, also natürlich natürlich sehen wir, also wir wir sind wir haben noch nie gegen den Haushalt gestimmt. Karlsruher Liste hat immer am Ende, wenn wir diesen demokratischen Prozess einen Haushalt aufzustellen und wir haben viel verloren, ja, also mit unseren Anträgen sind wir trotzdem der Überzeugung, das ist in 1 1 1 in einem demokratischen Prozess erarbeiteter Haushalt, da mag viel drin stehen, was uns nicht gefällt, was wir anders entschieden hätten. Wir hätten vielleicht andere Schwerpunkte gesetzt. Aber trotzdem stimmen wir dafür, weil wir der festen Überzeugung sind, es ist immer noch besser, das Heft selber in der Hand zu haben, als es ans Regierungspräsidium anzugehen. Absolut, ja. Ja und deshalb werden wir nie auf die, also weiß nicht, was passieren, dann könnte schon passieren, aber da müsste schon sehr viel passieren, dass wir, glaube ich, sagen, wir streben den Haushalt nicht. Okay. Ja und ja, also deshalb ist, wir sehen das schon, wir sehen die Zwänge. Es ist ja nicht so, dass wir mit Scheuklappen durch die durch die Gegend laufen. Okay. Aber das da sind wir wieder bei dem Ding, der Gemeinderat kann auch manchmal eine Entscheidung fällen und dann findet die Verwaltung vielleicht doch 'n Weg. Und wenn sie halt keinen findet, dann müssen sie halt mir doch mal gucken, ja. Aber das ist, wir wollen ja nicht hinterherlaufen. Wir sind ja alle angetreten, was zu gestalten. Absolut, ja. Und und diese Gestaltungsspielräume werden aus finanzieller Sicht kleiner, das sehen wir auch, aber deshalb bringen wir ja alle darum, wie wir die ausfüllen. Ist unsere Aufgabe, ja. Ja. Michael, dein Schlusswort. Mein Schlusswort. Ich hätte noch viele Fragen. Ja. Genau, aber wir kommen zum Ende. Das Schlusswort war ja schon vor deiner letzten Frage eigentlich perfekt von dir gewesen. Vielleicht in einem Satz, wie siehst Du Karlsruhe in 20 40? Darf ich utopisch sein? Darfst Du, die darf Darfst Du gerne? Der ist bisschen utopisch. Also, Bund und Land haben erkannt, dass die Zukunft unserer Demokratie in der Kommunen liegt und haben uns deshalb finanziell so ausgestattet, dass wir nicht mehr in diesen Sparhaushalten sind und dass wir endlich wieder gestalten können, dass wir in 'ner Stadt leben, wo in 'ner sozialen Stadt leben, wo wir zum Beispiel beim Thema Inklusion, Schulbegleitung oder so was nicht mehr jeden Cent zweimal umdrehen müssen, sondern sagen können, dieser Mensch braucht diese Unterstützung und die gewähren wir ihm, auch wenn er vielleicht keinen gesetzlichen Anspruch drauf hat, weil wir fachlich der Meinung sind, dass die Person das braucht, indem wir alle unsere Freibäder offen haben, und zwar mit Wasser in den Becken. Und indem Menschen, eine grünen Stadt, das auf jeden Fall auch und indem Menschen einfach gerne zusammenkommen, indem wir viele Orte haben, wo Menschen zusammenkommen und in ihrer Unterschiedlichkeit friedlich zusammenleben können. Also das Schöne an an soner vielleicht Utopie ist, dass es viel mehr Hoffnung gestreut. Ja. Ich hab Und ich glaub, Hoffnung ist ein großes Element, eine Stadt lebenswert zu machen, weil mein Mann die Hoffnung und auch das Träumen sich noch erlauben darf, was da kommt. Am Ende mach ich deshalb Politik, weil ich an eine positive Zukunft glaube und weiter glauben will. Cool, sehr schön. Vielen Dank, dass Du da warst. Danke schön. Lass gerne ein Kommentar da und abonniert gern den Kanal und bin gespannt auf die nächste Folge. Tschau, tschüs. Tschüs.