Die Lage in Karlsruhe

Politik-Podcast aus der Freien Wähler | FÜR Karlsruhe Fraktion

Neu im Gemeinderat: Volt ihr mehr?

mit Fabian Gaukel

14.03.2025 26 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge sprechen die Hosts Micha Schlittenhardt und Friedemann Kalmbach mit dem Gast Fabian Gaukel von der Volt-Fraktion über seine bisherigen Erfahrungen im Karlsruher Gemeinderat.

In dieser Folge von "Die Lage in Karlsruhe" sprechen die Gastgeber Micha Schlittenhardt und Friedemann Kalmbach mit Fabian Gaukel, einem Mitglied der Volt-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat. Fabian gibt Einblicke in seine Erfahrungen als neuer Stadtrat, die Herausforderungen im Gemeinderat und die vielfältigen Themen, die auf sie zukommen. Besondere Highlights sind die Diskussionen über Digitalisierung, Mobilitätslösungen und die Notwendigkeit, konstruktive und zukunftsorientierte Entscheidungen für Karlsruhe zu treffen. Außerdem thematisiert Fabian die finanzielle Lage der Stadt und seine Vision für eine digitale, nachhaltige und gemeinschaftliche Stadt. Eine spannende Episode, die politische Neulinge und Interessierte gleichermaßen anspricht. Vergesst nicht, die Episode zu kommentieren, zu liken und unseren Kanal zu abonnieren, um keine Updates zu verpassen!

Transkript

Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von Die Lage in Karlsruhe. Heute haben wir einen besonderen Gast hier aus dem Haus der Fraktionen. Fabian Gaukel von der Wolf-Fraktion. Schön, dass du da bist. Und Friedemann Callenbach hier von Für Karlsruhe. Hallo. Danke, dass ich da sein darf. Sehr schön, dass du da bist. Ihr seid relativ neu im Gemeinderat. Jetzt sind schon einige Monate rum. Was hat euch am Anfang am meisten beeindruckt? Am meisten? Das ist immer ein bisschen schwierig. Ich würde aber schon sagen, so die sehr lange Liste von Gremien, Ausschüssen, sonstigen Themen, die man alle besetzen darf, beziehungsweise muss, da ja auch in Karlsruhe sehr vieles von Stadträten besetzt sein muss, Das habe ich aus anderen Kommunen schon anders gehört. Von daher das doch schon. Was gibt es eigentlich? Und gefühlt sind alle zwei Wochen ist da noch mal was runtergefallen. Da kam noch mal ein Thema. Also ja, gerade als kleine Fraktion mit drei Leuten, es ist sehr viele Themen und sehr viele Ausschüsse, die man bedenken muss. Welche Themen hast du selber besetzt? Ich hoffe, ich kriege sie alle zusammen. Also ich mache diese ganzen Bauthemen, also Bauernplanung, Umlegungsausschuss, ich mache den Umwelt- und Gesundheitsausschuss, auch ein Thema, wo ich komisch finde, dass das ein Ausschuss ist, das ist auch so die Frage, das war auch die Zuteilung, die uns manchmal überrascht hat, was mit was zusammen ist und was zum Beispiel getrennt. Ich mache den Eigenbetrieb vom Wildparkstadion, ich mache den Sportausschuss, ich mache den Bäderausschuss, da schön die sportlichen und Bäderthemen und dann zum Beispiel noch den Stadtwerkeaussichtsrat, ich mache KME und KTG, das ist auch so ein Package, was man zusammen machen muss. Und da mache ich auch noch den Regionalverband Mittlerer Oberrhein und den Nachbarschaftsverband Karlsruhe. Das ist auch so ein bisschen Zusammenarbeitsthemen mit der Nachbarschaft und der Region. Und ich glaube, das war's. Ich mache noch einen Lanierungsbeirat in der Stadt Ost, weil da wohne ich. Okay. Wie fühlt sich das so an als neuer Stadtrat? Ihr habt es jetzt geschafft in den Gemeinderat. Davor war die Volt noch nicht vertreten im Gemeinderat. Jetzt seid ihr da. Fühlt man sich so angekommen endlich? Oder denkt man jetzt, krass, ist es deutlich mehr Arbeit geworden? Also es ist mehr Arbeit gekommen, aber es grundsätzlich, es fühlt sich schon sehr gut an, gerade wenn man bedenkt, ich war davor fünf Jahre circa bei Volt und fünf Jahre haben wir eigentlich so über Politik geredet, auch so mit interner Politik beschäftigt und jetzt ist es so, ja jetzt kann man auch mal Politik machen und das ist gerade so auch schön, so wie es fünf Jahre, jetzt haben wir fünf Jahre hier und es ist schon, man ist auch in der Stadtgesellschaft anders angekommen. Man wird eingeladen, man kriegt die ganzen Vereinstigungen mit. Das war auch früher, es passiert ja super viel in Karlsruhe, es war immer schwierig, hey, wie kriegt man die Sachen überhaupt mit und jetzt kriegt man da eine Einladung. Wir haben ein Büro, weil wir es auch geschafft haben direkt als eigene Fraktion, das ist natürlich da auch, sag ich mal, luxuriös, dass wir auf einmal Personal haben, was da natürlich auch entlastet. Dann haben wir jetzt jemand, der macht die Terminkoordination mit uns. Von da bekommt eine Einladung, der macht das in den Kalender und wenn ich sage, da gehe ich hin, dann meldet er mich da an. Also das ist da auch schon sowas so. Es vereinfacht auch da eigentlich den Alltagen und ich habe davor schon sehr viel Zeit in Volt gesteckt. Von daher, was jetzt mehr und weniger ist, ist aber auf jeden Fall mehr Verpflichtung geworden. Aber es macht auch sehr viel Spaß. In der konkreten Arbeit, was habt ihr euch für die Stadt Karlsruhe vorgenommen? Ihr seid ja mit sehr vielen Dingen gekommen, auch im Gepäck, was ihr verändern wollt. Also Thema Digitalisierung zum Beispiel. Was davon konntet ihr schon umsetzen oder einbringen oder wo seht ihr schon vielleicht kleine Funken von Veränderungen? Also einbringen bisher wir haben noch keinen eigenen Antrag gemacht muss man dazu sagen, da haben wir schon Änderungsanträge oder Sachen mitgezeichnet. Also das war jetzt die letzten sechs Monate auch vor allem ja, das Ankommen, das Einarbeiten mit den anderen, Austauschen, überhaupt auch schauen, was ist denn der Stand, welche Prozesse laufen schon. Da wurden wir aber auch sehr gut von anderen Parteien und in anderen Fraktionen aufgenommen, haben da eben auch schon Sachen mitgezeichnet, gerade auch wenn es zum Beispiel Mobilität geht, Fahrradinfrastruktur, das ist ja so ein bisschen auch so Herzsystem von unserer Mobilität, aber auch Nachhaltigkeit war eines unserer Slogans. Da passiert schon in Karlsruhe viel, da wollen wir es begleiten, aber gerade in Digitalisierung haben wir, glaube ich, in Karlsruhe auch noch Nachholbedarf Und das ist definitiv jetzt auch was, wo wir uns für dieses Unternehmen in den nächsten Jahren vornehmen, da möglichst die digitale Verwaltung auf den Topf zu bringen. Wenn du dir jetzt das ganze Spektrum anguckst von CDU, AfD auf der einen Seite oder Linke, auf der anderen Seite ist es ein Riesenspektrum. Habt ihr euren Platz schon gefunden in dem ganzen Ding? Es ist ein bisschen schwierig, da hat tatsächlich auch ein Stadtratskollege gesagt, ja, wir sind wie ein Flummi, wir sind mal hier, mal da, wir schwimmen so ein bisschen über dem Ding. Also das ist auch so spannend in den Gesprächen zu sagen, ja, wo seid ihr eigentlich? Also merkt man auch von der Verwaltung, auch von den Einzelteilen, so abtasten, so wie denken wir eigentlich, wo sind wir? Und es ist schwierig. Also wir haben auch so Grundsätze, so wir wollen evidenzbasiert arbeiten, also wir schauen uns, was sind denn die besten Lösungen? Da ist jetzt erstmal egal, ob das eine linke oder eine rechte Post ist. Pragmatisch kommt dann dazu, das sage ich mal, das gehört da ein bisschen zusammen und ja, da kann man uns glaube ich nicht so gut erinnern. Deswegen würde ich mal sagen, irgendwo Mitte, wenn man sich jetzt die aktuellen Sachen anschaut, irgendwo so ja so Mitte links ist glaube ich schon, wo tendenziell eher unsere Inhalte auch herkommen. Aber ja, das ist von Thema zu Thema sind wir da im Zweifel auch mal woanders. Und Digitalisierung ist ja auch, sage ich mal, was, was auch von CDU und FDP Seite Österreichs ist. Da wird auch so Verwaltungsentschlackung, Entbürokratisierung, ob das jetzt ein rechtes Thema ist, weiß ich nicht. Aber so von daher, ich glaube, man kann schon mit vielen Leuten da Mehrheiten oder gemeinsame Themen finden. Und das ist auch unser Anspruch. Ich meine, das ist der Vorteil. Wir sind neu, wir hatten noch keinen, Wir haben keine Vorgeschichte mit den Leuten. Das ist ja schon so, wenn du lange in der Politik bist, hast du vielleicht dich mit denen mal aneinandergehauen. Also von daher, wir können frisch reingehen, können mit einmal schauen, wo finden wir gemeinsam Themen. Und generell ist ja auch der Karlsruher Gemeinderat ein sehr kollegialer und ein zusammenarbeitender, was ich da auch schon sehr froh bin, weil ich das auch von anderen Städten schon anders gehört habe. Da gibt es ja auf der einen Seite Gemeinderat, gibt es Stadtgesellschaft und gibt es Verwaltung. Das ist ja ganz spannend, so wie die interagieren. Hier erlebst du jetzt als Gemeinderat das Gegenüber, Verwaltung oder das miteinander, gegeneinander? Na, gegeneinander ist es ja hoffentlich nie. Es ist spannend. Wir haben zum Beispiel auch mit allen Bürgermeistern oder Bürgermeisterinnen Termine ausgemacht, einfach auszudrücken, kennenlernen. Und weil es jetzt nach und nach auch mit den vereinzelten Amtsleitungen generell halt auch Leuten in der Verwaltung machen. Das ist generell auf Gegenleben geschossen, sie haben sich auch gefreut, manche waren auch verwirrt. Also es gab auch Ergermeisterinnen, wo sie gesagt hat, so, ah ja, hat sie jetzt schon überrascht, dass wir das machen, hat sie jetzt so gar nicht gedacht. Und so für uns war es so, hey, ist ja logisch, wir sind neu, wir wollen ja erstmal kennenlernen und man arbeitet ja zusammen mit der Verwaltung. Und da ist auch ein Kollege aus einer anderen Stadt, der auch schon länger kommunalpolitisch aktiv ist, hat auch gesagt, so ja, gerade so ohne Verwaltung geht sowieso nichts. Und also ist ja auch, die haben wir schon, Klar, jetzt keine Macht in dem Sinne, dass sie gewählt werden und entscheiden können, aber da sind ja auch viele Hebel, wo man was verhindern kann oder eben verbessern kann. Von daher, da ja gerade auch, uns einzuarbeiten, ist auch die Verwaltung sehr wichtig, weil die haben die Infos, die kennen die Historie und sind da teilweise auch länger da als andere. Oder haben die Fachleute auch. Also grundsätzlich ist mir aufgefallen, sehr wohltuend, dass ihr keine Strategie habt, drauf zu hauen, gegen die anderen Parteien oder gegen die Verwaltung, sondern ihr seid eher sehr angenehm, finde ich, sehr freundlich. Also ist es so eure Grundatmosphäre, die ihr verbreiten wollt? Ja, wollen auf jeden Fall. Mal sehen, ob wir nicht auch danach drei, vier Jahren vielleicht frustriert sind. Nein, Also grundsätzlich, wir wollen positive Politik machen. Also für uns geht es auch darum, auch ein bisschen die Politik zu ändern. Es ist auch bessere, transparentere Kommunikation, vor allem auch ehrliche, dass man eben nicht draufhaut und dann irgendwelche Zahlen durch die Gegend wirft, die vielleicht nur haltbar sind, sondern ja, selbstverständlich aber auch positiv. Wie auch gesagt, wir wollen eigentlich mit allen arbeiten, von daher ist es ja auch doof, man haut jetzt auf die Person drauf und beim nächsten braucht man sie vielleicht wieder. Von daher, ja, wir wollen vernünftig warten und dann, dass man zur besten Entscheidung kommt für die Stadtgesellschaft, für die Politik, für die Verwaltung, was halt da der beste Kompromiss ist. Und das, ja, hoffen wir, dass man das mit einem konstruktiven und positiven Umgang besser hinbekommt. Und auf der anderen Seite ist aber auch, ja wir sind eine Fraktion mit drei Leuten, von da aus sage ich mal Machtpolitik ist, sage ich mal auch schwierig. Da geht dann, da sind wir auch realistisch genug, zu wissen, dass auch ohne uns dann doch die meisten Entscheidungen gefällt werden können. Wobei man zum Beispiel sagen muss, dass gerade zum Beispiel Grundsteuer ist eines der Themen, wo ich echt stolz oder glücklich drauf bin. Hätten wir da gegengestimmt, hätte Karlsruhe keinen Hebesatz für die Grundsteuer gemacht und das wäre finanziell sehr kritisch gewesen. Und da fand ich auch dann schön, dass wir schon, ja, doch da schon Einfluss hatten auf positiven Einfluss, wie man da auch konstruktiv mit Verwaltung arbeiten kann. Es gibt in Karlsruhe, ich glaube, acht Fraktionen oder acht Gruppierungen. Mit Max Braun und uns sind es, glaube ich, sogar noch mehr. Wie empfindest du das Vernetzen bei Entscheidungen? Wie empfindest du im Vorfeld schon das Zusammenarbeiten, das Abstimmen? Gibt es da was? Ist es positiv, was ihr erlebt? Oder eher, hm, mal gucken. Es ist eine schwierige Frage, weil ich das schon unterschiedlich erlebt habe. Aber es ist vielleicht auch, weil jetzt zum Beispiel Thunberg-Bahn ist ja auch schon ein Thema, das hat sehr viel Historie. Da war es irgendwie, da war dann recht spät, sag ich mal, erst so nochmal der Austausch gemeinsam. Klar, man hat da so die Ausschusssitzungen und so, aber da war es jetzt nicht so so, hey, lassen wir uns darüber reden. Bei anderen Themen war es schon, wo auch Leute auf uns zugegangen sind, gerade auch seit die Vernetzung ist, und ich glaube so gerade auch kritischere große Themen, da gibt es ja auch die Fraktionsvorsitzendenrunden, also den ältesten Rat, aber auch manchmal vor dem Gemeinderat die Fraktionsvorsitzendenrunden, da werden schon oft gerade auch so die großen relevanten Themen angesprochen. Und ich finde es schon, dass auch darauf geachtet wird, dass alle mitgenommen werden. Und wir haben ja auch die Vorberatung von Anträgen, von da hat man ja sowieso auch da in Ausschüssen die Möglichkeit, das fortzubesprechen. Von daher hat bisher gut geklappt. Also bei manchen Themen sind auch Leute vorzubekommen. Klar, manchmal ist es auch aus dem Interesse, so hey, wir sind dafür, wollt ihr nicht auch dafür sein? Das ist natürlich auch wieder so die Frage, wie viel Eigentum es da manchmal ist. Aber auch wenn wir nach was gefragt haben, irgendwas wissen wollten, gerade jetzt auch so die ersten Wochen, wenn es überhaupt so, hey, was ist denn da das Thema davor? Dann ja, wurde uns da auch immer geholfen. Und ja, ich glaube, das ist auch was, was wir selber auch noch überlegen wollen, wie ja, wie regelmäßig wollen wir welchen Austausch haben zu welchen Themen? Da war es jetzt schon noch so, dass wir jedes Monat auch in vielen Themen noch mit uns selbst beschäftigt waren und überlegen müssen, hey, wie teilen wir uns denn auf, wie sprechen wir uns ab. Ah, jetzt sind noch sieben andere Fraktionen, die wollen wir auch irgendwie alle uns mit denen austauschen, aber der Tag hat dann doch irgendwie nur 24 Stunden, auch wenn er sich manchmal sehr lange anfühlt. Und ja, da müssen wir glaube ich auch noch ein bisschen reinkommen. Schön. Man hat ja am Anfang, aber das würde sich auch immer weiter mitziehen, auch viel Recherchearbeit, Historie nachschauen, was wurde alles mal debattiert, gesagt, getan. Manchmal braucht man einige Gutachten, manche sind gar nicht öffentlich zugänglich, beziehungsweise für die Stadträte schon, aber man muss selber vor Ort sein, so in die Richtung. Wie geht ihr mit dem Thema Recherche Ja, also definitiv ein großes Thema, auch gerade wenn Dinge schon mal im Gemeinderat waren, es ist dann auch, und das ist auch was ich vielleicht, wir auch hoffen, dass man das vielleicht ändern kann, jetzt auch so Vorlagen für Gemeinderäte sind ja dann im Mandat, also im Ratsinformationssystem, Und dann wird da manchmal Bezug genommen auf eine Entscheidung von vor fünf Jahren. Und dann ist aber die Entscheidung nicht angehängt oder die Anlage. Also da ist auch schon ein bisschen so Theoretische Malisierung. Ja, wäre jetzt auch so mein Thema. Alles, was jetzt für diese Entscheidung wichtig ist und auf was ich fuße, müsste da ja eigentlich drin sein. Und da muss man auch im Mandat das manchmal versuchen. Ach, da wurde mal was entschieden. Was war da jetzt die Anlage? Was war die Stellungnahme zu welchem Antrag? Das ist schon auch dann wieder ein Digitalthema. Ja, Fragen hat daher geholfen. Jetzt gerade zum Beispiel Gutachten haben wir ja auch dann gefordert, dass das einsehbar überhaupt wird und das hat ja dann geklappt. Also ich glaube, da ist auch, wo wir ja noch so ein bisschen auch, sag ich mal, das Selbstbewusstsein, die Informationen einzufordern. Und gerade die Experten sitzen in der Verwaltung, die haben das oft dann ja eher zusammen. Also da glaube ich auch, vielleicht nicht scheuen, weil das auch manchmal so ein Thema ist. Wir wollen ja auf die Verwaltung nicht überlasten mit dummen Fragen. Aber da habe ich auch schon gelernt, im Zweifel fragen andere Stellen auch dumme Fragen oder es gibt keine dummen Fragen, je nachdem, wie man das definieren möchte. Und wir haben auch politische Referenten eingestellt. Tatsächlich haben wir recht viel Personal zu recht wenigen Stunden, die uns dann halt mit den Recherchen helfen. Also wir haben jetzt für jeden Stadtrat quasi einen politischen Referenten, wo wir jetzt sagen können, hey, diese Ausschlüsse stehen an, schau mal dazu was nach. Da ist vielleicht ein Dokument, guck das mal durch, guck mal, was du findest und ja, das haben wir im November angefangen und quasi diese Tandems und das klappt bisher sehr gut und ja, haben wir Stand jetzt auch vor, fortzuführen, auch gerade, dass man in den Themen, die man dann macht, auch alleine ist. Weil alleine schon, dass man sich absprechen kann, hilft dann manchmal, da nochmal ein Thema zu verstehen. Ja. Also aktuell haben wir das große finanzielle Problem. Das heißt, wir haben heute ein Gespräch mit der Frau Erste Bürgermeisterin. Da würde ich uns wahrscheinlich sagen, wo wir überall sparen sollen. Wo seht ihr Möglichkeiten, wo schwerpunktmäßig gespart werden könnte in Karlsruhe? Ja, schwieriges Thema. Auch die ganze Frage Doppelhaushalt, der ja dann auch dieses Jahr ansteht, ist für uns auch noch ein großes Fragezeichen und Arbeitspaket. Also wie läuft denn der Prozess dann da jetzt ab? Wann muss man welche Entscheidungen und auch Gespräche führen, dass eben dann, hey, für was wird Geld ausgegeben, wo wird Geld eingespart. Also da sind wir auch gerade noch in Ausarbeitungsthemen, haben da aber auch schon von anderen Hilfeangeboten bekommen, von daher werden wir dann auch mit den anderen Fraktionen in den Austausch gehen, so hey, wie läuft das denn sonst, was läuft so und so, wo kann man vielleicht auch schon mal Partner finden für eben Dinge, bei denen man dann das Geld behalten möchte, sage ich mal. Ja, Sparen ist immer ein schwieriges Thema. Was ja ein Punkt ist, ist ja schon, dass wir... Es ist ja vor allem nicht nur Sparen, Es ist auch einstreichen. Ich finde, das ist so ein bisschen Unterschiedssparen, ist ja, was man überall noch an die Seite legen auch. Aber es wird ja viel auch weggestrichen werden müssen, weil die Lage so eklatant ist und man schon Angst hat, dass irgendwann vielleicht doch noch das Regierungspräsidium kommt und sagt so jetzt ist Ende Gelände. Jetzt gekommen, das ist das Problem. Und dann kann es ja sozusagen mittelfristig schon dazu kommen, dass plötzlich alles wegfällt. Und das tut der Gesellschaft ja nicht gut, wenn alle möglichen Sachen, von der die Stadtgesellschaft eigentlich gelebt hat, plötzlich wegfallen. Aber gleichzeitig muss man irgendwie den Spagat finden, all die Defizite wieder auszugleichen. Genau, so ist ja diese Haushaltssicherung. Das ist jetzt, glaube ich, Stufe 3 und 4, nachdem ja schon welche gemacht wurden. Da bin ich auch auf die Vorschläge gespannt oder die, ja, die Sachen, die gemacht werden müssen. Was ja zumindest noch, und da wäre es schon gewisserweise ein Sparen, wir haben ja auch von letztem Jahr auf dieses Jahr recht viel Geld übertragen im Investitionshaushalt. Einfach Sachen, wo wir was bauen wollten, aber gar nicht die Kapazitäten hätten. Also da ist auch wieder die Sache, was kannst du denn streichen von Dingen, die du nicht umsetzt? Und auch wie kriegst du da dann das Geld effizienter angelegt, dass du am Ende gar nicht weniger machst, aber weniger Geld dafür einplanst bzw. Ausgibst, weil du wirklich nur das machst, was du kannst. Da weiß ich jetzt aber auch gerade nicht die Zahlen, wie viel man da rausbekommen kann. Was ich jetzt schon gehört hatte, was ich auch ganz gut finde, ist gerade, dass im Sozialbereich sehr ungern gespart wird oder dass auch in der Regel gut funktioniert, dass wir hier nicht den großen Rotstift ansetzen. Da ja auch wiederum gerade im Sozialbereich sind ja viele Pflichtleistungen, die man sowieso nicht einsparen kann. Die kann man machen, aber auch Karlsruhe macht ja viele Zusatzleistungen, was aber auch eben wieder stadtgesellschaftlich ein relevanter Punkt ist. Ich glaube Kultur ist auch ein großes Thema. Große Streitwarnungen. Genau, da gab es ja auch letztes Mal dann die Dynamisierung, was jetzt aber auch nicht die großten Erhöhungen waren. Da hatten wir auch letztens einen Besuch bei einem Verein, der eigentlich jetzt auch mehr Geld noch mal fördern möchte. Ich glaube, da ist auch gerade das große Thema, nicht auf einzelne Sachen zu schauen, weil ich glaube, das ist auch wieder das Schwierige. Dann ist der, der am lautesten Schreit, der größte Lobby hat, kriegt dann halt sein Geld. Ich glaube, da müssen wir auch so schauen, hey, wie viel Geld nutzen wir aktuell, wie viel können wir machen? Und dann die Verteilung tatsächlich vielleicht auch dann auszudrücken oder sowas wie zum Beispiel, es gibt ja den Kulturing, der da auch da beraten kann, hey, wo sind denn die meisten Bedarfe? Und es sollten ja auch mal die Förderrichtlinien angepasst werden. Wir hatten auch mal den Vorschlag reingebracht, dass man sie so anpasst, dass irgendwie, das ist natürlich immer komplex, so eine Förderrichtlinie, wer wird wie, warum, weshalb, wann gefördert. Aber auch mit dem Ansporn, wie kann man Kulturvereine so lebensfähig machen, dass sie vielleicht irgendwie gar nicht mehr so krass auf die Förderung langfristig angewiesen sind? Also was wären vielleicht nachhaltige Maßnahmen so in die Richtung? Da findet man jetzt vielleicht noch nicht so schnell einfach die Lösung. Es ist ja auch nicht einfach. Aber meines Wissens hat das Kulturamt ja auch angestrebt, das zu überarbeiten, damit man nochmal klare Richtlinien hat und vielleicht auch Hebel, zu sagen, das muss jetzt gefördert werden. Da geht es wirklich ums Überleben auch. Und da kann man auch wieder ein bisschen reduzieren, aus guten Gründen oder auch nicht. Genau, ist da glaube ich spannende Frage. Ansonsten, wir sind auch beim Haushalt, müssen wir uns noch weiter einarbeiten. Deswegen haben wir noch keinen fixen Rutschstift, den wir irgendwo ansetzen und was streichen wollen. Aber ja, tatsächlich was aber ein Thema ist, ist ja auch im Zweifel Einnahmen. Es gab ja zum Beispiel die Entscheidung der Verpackungssteuer, dass die Rechten zwar entübeln, dass natürlich auch wieder eine Möglichkeit wieder Einnahmen generiert werden können. Ich glaube auch, das ist was, was man anschauen muss. Gut, das ist nichts, was ad hoc gilt, weil wenn ich sage, wir füllen die morgen ein. Der andere Teil ist die Lokalisierung. Das sind unglaubliche Maßnahmen, die getroffen werden können. So eine Einnahme zu generieren, muss man sich überlegen, ob es sich wirklich lohnt. Aber das ist auch eine andere Frage. Da es so ist, wir wollen auch immer gerne mit Best Practices arbeiten und zumindest aus Tübingen ist ja jetzt das Feedback oder die Erprobung bisher sehr positiv erfahren von daher. Klar muss man schauen, wie man es einfach umsetzt, aber ich habe da Vertrauen, dass man das dann bekommen kann. Und zumindest Tübingen hat ja gezeigt, dass es eine gute Idee ist und mittlerweile ja auch recht sicher. Aber auch das ist eher dann was vielleicht für den Doppelhaushalt, weil das wird dann doch das akute Loch, die stopfen, weil man natürlich auch nicht sagen kann, morgen gibt es jetzt eine Verpackungsstelle. Aber ja, das sind vor allem eben mittelfristig Dinge, die man sich auch nochmal anschauen kann, weil wir haben ja auf Kommunen Steuerfindungskompetenz, von daher auch da kann man ja mal schauen was nutzen denn andere mit dem man gerade auch sowas wie Verpackung ist ja wieder auch ein Umweltaspekt und Ressourcenaspekt wie kann man das auch reduzieren und auch dafür sorgen dass die Mülleimer in der Fußgängerzone vielleicht nicht so überfüllt sind. Das ist so ein Dauerthema mit den Mülleimer in der Fußgängerzone, Die kommen immer wieder aufs Papier. In den vergangenen Jahren bei den Haushaltsverhandlungen fiel immer so ein Satz, wir haben kein Einnahmenproblem, wir haben ein Ausgabenproblem. Wie würdet ihr so als Fraktion oder du als Stadtrat jetzt, du kannst dich jetzt nicht ad hoc absprechen, aber zu diesem Satz stehen? Ich finde, das ist immer, man hat glaube ich immer beides. Also ich glaube, es gibt auf beiden Seiten Möglichkeiten zu machen, was ja gerne gesagt wird, hier der Haushalt, der ist ja immer gestiegen, es wird immer mehr. Also naja, wir haben halt auch Inflation. Also grundsätzlich, das ist mancher solche Kritik, ja das ist ja der größte Haushalt aller Zeiten und trotzdem kommt er nicht klar. Naja, ist es der größte Inflationsbereinigte. Also dass Dinge wachsen, ist ja erstmal normal. Und Ausgabenproblem, Gut, wenn ich mir jetzt Bauprojekte anschaue, die dann doch gerade doch sehr in die Höhe geschossen sind, ja Stadion, Tunnel etc., es datet sich die Frage, da glaube ich war es schon gewisserweise ein Ausgabenproblem, wäre das nicht günstiger gegangen? Gut, da war ich jetzt nicht dabei. Ist natürlich hinterher immer schwierig zu sagen. Staatstheater ist ja auch parallel sehr stark gewachsen. Also das finde ich so ein bisschen, Ausgabenprobleme ist glaube ich in Großprojekten hast du das schon häufig. Ich würde schon auch die Verwaltung im Sinne von Digitalisierungsrückstand, ich glaube auch da sind viele Effizienzsteigerungen, aber da ist auch die Frage nutzt man da weniger Geld oder bekommt man mehr geschaffen? Ja am Ende, wenn wir ein Ausgabenproblem haben, dann muss man sagen wo möchte man denn die Ausgaben grenzen. Ich glaube am Ende müssen wir auf beiden Seiten schauen. Der Gemeinderat macht nicht in allen Dingen Spaß. Haushaltsdinge machen nicht immer Spaß. Besonders jetzt in der aktuellen Situation. Wo würdest du sagen, nach einem Jahr Erfahrung, wo ist dein Spaß geblieben an der Arbeit im Gemeinderat? Das kann ich dir erst in einem halben Jahr sagen. Noch ist das Jahr ja nicht rum, in dem wir da sind. Also bisher macht schon eigentlich noch alles Spaß. Gut, manche Ausschüsse ziehen sich vielleicht ein bisschen in die Länge oder auch manche Gemeinderatssitzungen, wo ich denke so, müssen wir jetzt eine Stunde über dieses Thema reden, das eigentlich schon abgefrühstückt ist. Ich glaube, das kennt man aber ja auch von der Partei. Man hat immer gesagt, Demokratie braucht Zeit. Ja, es ist keine effiziente Struktur, aber dann doch eine sehr relevante. Es ist schon, die Themenvielfalt macht mir schon Spaß und gerade auch zu sehen, so hey, was hat das für Ausrüstung in der Stadt, wen lernt man kennen, wo sind da auch die engagierten Menschen in Karlsruhe, das ist jetzt nicht nur in Politik und Verwaltung, aber natürlich auch die ganzen Ehrenamtlichen, das finde ich schon sehr cool. Ich weiß auch noch, das war noch ein Anfangsmoment, das war letztes Jahr, wo ich dann auf dem Fest war und da waren wir gewählt, aber hat das ja noch nicht angefangen. Und war dann auch so, wenn wir dann zur KME sind, denken so, hey, ja, ich bin jetzt auch Teil davon, der entscheidet oder der dafür sorgt, dass das gibt, dass das angeboten wird. Das ist schon so, sag ich mal, schön, Teil der Stadtpolitik, Stadtgesellschaft zu sein und auch zu sehen, hey, wie viele Leute ziehen da an einem Strang, dass wir auch so ein vielfältiges kulturelles Angebot haben, so eine soziale Stadt, eine fahrradfreundliche Stadt sind und ja, das was auf jeden Fall gerade noch mit diesen Menschen auf eine Brüche mit euch zu reden. Schön, wir reden auch sehr gerne mit dir. Was mich noch interessieren würde, hast du langfristig eine Perspektive für Karlsruhe oder hast du größeres im Sinn? Ich muss sagen, ich mache keine langfristigen Pläne. Ich weiß auch nicht, ob ich vor drei Jahren gesagt hätte, dass ich im Stadtrat sitze. Ich habe auf jeden Fall, Karlsruhe mag ich sehr gerne, von daher habe ich auch vor, hier zu bleiben. Und wenn ich jetzt, ich war jetzt auch vorgestern, war es glaube ich die Ehrenmedaillenübergabe an Tom Heulm und auch an Renate Rastetter, wenn ich dann so höre, teilweise 25 Jahre Gemeinderat, denke ich schon auch so, Wo bin ich vielleicht in 25 Jahren? Also ich finde das schon noch so dieses geiles Langfrischerengagement, wirklich so ganz Karlsruhe, das ganze zu erkennen, ist schon was, wo ich am Ende zurückblicken könnte und sagen, hey, hast du was sehr Cooles mit deinem Beben gemacht? Und ja, Ich glaube auch, dass in Karlsruhe die Aufgaben nicht ausgehen. Ich glaube, Digitalisierung ist auch was, bis man da gut hingekommen ist, ist es schon noch eher was, was zehn Jahre dauert plus. Von daher, ich fände es ja schön, wenn wir am Ende eine digitale, nachhaltige und gemeinsame Stadt haben und dann nochmal unseren Weißlogan zu droppen von der Kommunalwahl. Das sind auf jeden Fall die Dinge, die wir machen müssen. Und hey, ich bin von Volt, deswegen muss ich natürlich auf einmal Europa wählen. Das ist natürlich auch wieder ein großes Anliegen, wo jetzt auch wir so langsam rein kommen. Ich bin auch gespannt, wie ist da gerade der Austausch mit den Partnerstädten, da die Zusammenarbeit. Karlsruhe ist da auch schon sehr gut als offene Stadt, auch gerade Herr Mentrup macht da auch einen sehr guten Job, auch in seinen Ansprachen ist Europa ein sehr präsentes Thema, was ich da sehr gut finde. Und es ist auch wieder da, wie kriegen wir es auch in die Köpfe der Leute, in den Alltag integriert, dass Europa wichtig ist, dass wir davon profitieren, gerade wenn andere Kräfte da nicht so heavy drüber sind. Und ja, jetzt auch, es gibt ja diesen Europäischen Rat der Regionen und Gemeinden, da darf ich jetzt auch da wahrscheinlich einen Ausschuss für die Stadt begutachten, weil Da ist es ja auch so, ja. Karlsruhe im Herzen von Europa ist schon was, was ich gerne da langfristig etablieren und weiter pushen möchte. Cool. Noch zwei abschließende Fragen. Was nimmst du dir für dieses Jahr noch vor im Gemeinderat Und was wäre dein Plädoyer an den gesamten Gemeinderat für diese Zeit? Ich nehme vor, dass wir halbwegs die Ausstellung und die Debatte des Doppelhaushalts verstehen werden Und da eben auch selber uns positiv und konstruktiv einbringen können, da auch gerade wenn es Digitalisierung und Nachhaltigkeit geht, da nicht gespart wird. Und ja, ich plädiere an den Gemeinderat, dass Auch wenn der Doppelhaushalt wahrscheinlich nicht schön wird und es harte Entscheidungen geben wird und schwierig wird, dass wir trotzdem den konstruktiven Austausch, den wir bisher hatten, beibehalten und da gemeinsam gut durch diese schwierigen Jahre kommen. Gutes Wort. Herzlichen Dank, herzlichen Dank, dass du da warst und damit kommen wir zum Ende. Lasst gern einen Kommentar da oder ein Like oder abonniert und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss. Ciao. Untertitel von Stephanie Geiges